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Was ist finanzielles Fasten und wie geht man dabei vor?

Suresse Direkt Bank

20/02/2026

Die Fastenzeit veranlasst viele Deutsche dazu, ihre Gewohnheiten einmal kritisch zu hinterfragen. Indem sie 40 Tage lang auf etwas verzichten, beschäftigen sie sich bewusst mit ihrer körperlichen oder geistigen Gesundheit. Warum sollte man dies nicht auch auf den finanziellen Bereich übertragen? Auch „finanzielles Fasten” kann überraschend befreiend wirken. 

Fasten ist in Deutschland nach wie vor beliebt. Was einst eine religiöse Pflicht war, hat sich zu einem gesellschaftlichen Trend rund um bewusste Enthaltsamkeit, Selbstbeherrschung und geistige Klarheit entwickelt. Eine Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab, dass 72 % der Deutschen Fasten für sinnvoll halten. Mehr als die Hälfte gibt an, regelmäßig mehrere Wochen lang auf etwas zu verzichten. Auch finanziell wird immer häufiger die Pause-Taste gedrückt. Und das ist kein Zufall: Geldsorgen gehören zu den größten Stressfaktoren.

Finanzielle Unsicherheit = Stress

Die wirtschaftliche Lage der letzten Jahre lässt sich kaum als rosig bezeichnen. Laut einer Studie von KPMG waren im Jahr 2025 durchschnittlich knapp 3 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 161.000 mehr als im Jahr 2024. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist dies der höchste Jahresdurchschnitt seit über zehn Jahren.

Dass 80 % der Deutschen sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft machen, wie eine Studie von CRIF zeigt, ist daher nicht verwunderlich. Finanzielle Unsicherheit verursacht bei vielen Menschen Stress oder Kopfzerbrechen:

  • 27 % erwarten, dass sie am Monatsende weniger übrig haben werden.
  • 24 % befürchten, ihre Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlen zu können.
  • Fast 10 % machen sich Sorgen um die Zahlung ihrer Miete oder Hypothek.

Finanzielles Fasten als Antwort

Um Geldsorgen zu vermeiden, ist ein Sparpolster unerlässlich. Finanzexperten wenden dabei eine einfache Faustregel an: Eine sichere Sparreserve beträgt das Drei- bis Sechsfache des (gemeinsamen) Monatseinkommens. Um diese Reserve aufzubauen, kann finanzielles Fasten helfen. Eine solche „finanzielle Entgiftung” bedeutet, dass Sie alle nicht unbedingt notwendigen Ausgaben vorübergehend streichen und Ihre Geldgewohnheiten kritisch unter die Lupe nehmen. Was geben Sie monatlich aus, wofür und vor allem: Ist das notwendig?

Tipps für eine erfolgreiche finanzielle Entgiftung

Indem Sie sich über einen bestimmten Zeitraum – nehmen wir auch hier wieder eine Fastenzeit von 40 Tagen an – bewusst mit Ihren Ausgaben auseinandersetzen, erhalten Sie mehr Einblick in Ihre finanziellen Gewohnheiten. Das Ziel ist es, Ihr Verhalten zu ändern und finanzielle Disziplin aufzubauen. Wir geben Ihnen einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können.

  • Erfassen Sie Ihre Ausgaben 
    Die Feiertage im Dezember, der Urlaub im Juli oder August ... Manche Monate sind teurer als andere. Erstellen Sie einen realistischen Plan für Ihre (größeren) Ausgaben für den Rest des Jahres. Listen Sie nicht nur Ihre Fixkosten auf, sondern „visualisieren” Sie alle Kosten, von denen Sie wissen, dass sie noch auf Sie zukommen: Rechnungen, Urlaube, Geburtstage, Reparaturen, Schulkosten usw. Wenn Sie das jetzt tun, sehen Sie, wo die Spitzenzeiten liegen, und können Ihr Budget darauf abstimmen. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen
  • Vermeiden Sie unnötige Anschaffungen 
    Wie unsere Eltern mit Geld umgegangen sind, die Zeit, in der wir aufgewachsen sind ... Unsere Beziehung zu Geld entsteht zum Teil unbewusst. Nach und nach schleichen sich auch Gewohnheiten in unser Leben ein, die oft größere finanzielle Auswirkungen haben, als wir denken: der Kaffee-to-go auf dem Weg zur Arbeit, das Essen zum Mitnehmen, wenn wir keine Lust zum Kochen haben, das Online-Shopping am Abend vom Sofa aus oder die nicht unbedingt notwendigen Einkäufe wegen eines Sonderangebots. Seien Sie sich daher in den nächsten 40 Tagen all Ihrer finanziellen Entscheidungen besonders bewusst und beschränken Sie teure und/oder (kleinere) unnötige Anschaffungen.
  • Denken Sie über Ihre Zahlungsmethode nach 
    Für immer mehr deutsche Haushalte sind Ausgaben eine Gratwanderung. So haben sich kürzlich 29 % für eine neue Kreditkarte entschieden und 20 % nutzen “Buy Now, Pay Later*. Das erscheint praktisch, aber es gibt Fallstricke: Kreditkarten kosten Geld und zeigen erst später, was Sie ausgegeben haben, während BNPL bei verspäteter Rückzahlung schnell sehr teuer wird. Wenn Sie sich bewusst mit Ihrer Zahlungsmethode auseinandersetzen, können Sie Ihr Budget besser im Griff behalten. Es ist kein Zufall, dass heute 28 % der Deutschen häufiger bar bezahlen, um ihre Ausgaben besser kontrollieren zu können*.
  • Spüren Sie versteckte Kosten auf 
    Wissen Sie genau, welche Versicherungen Sie abgeschlossen haben? Haben Sie einen guten Überblick über alle Ihre laufenden Abonnements: von Zeitungen über Cloud-Speicher bis hin zu Streaming-Diensten? Sind Sie sicher, dass Sie nicht mehr für das Fitnessstudio bezahlen, das Sie seit Monaten nicht mehr besuchen? Allzu oft bezahlen wir für Dinge, die wir nicht mehr nutzen. Oder wir bezahlen zu viel dafür. Durch regelmäßige Überprüfung Ihrer Kontoauszüge verhindern Sie, dass solche Kosten unter dem Radar bleiben. Die Kündigung unnötiger Policen und Abonnements oder die Wahl günstigerer Varianten wird Ihre Ausgaben spürbar senken.
  • Nutzen Sie digitale Tools als Unterstützung 
    Von Ihrer Banking-App bis hin zu speziellen Budget-Apps: Dank moderner Technologie ist es heute einfacher denn je, einen perfekten Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben zu erhalten. 44 % der Deutschen verfolgen ihre Finanzen heute digital, beispielsweise indem sie ihren Kontostand überprüfen*. Durch den Einsatz solcher digitalen Tools erhalten Sie mehr Kontrolle über Ihre Finanzen und können Ihre Geldangelegenheiten effizienter verwalten. Wichtiger Hinweis: Achten Sie immer auf Ihre Online-Sicherheit, um Betrug zu vermeiden. Sie sind nicht so digital unterwegs? Sie können auch alles in einem „Haushaltsbuch” festhalten.

Vom finanziellen Fasten zum cleveren Sparen

Indem Sie sich bewusst eine Auszeit nehmen, bekommen Sie Ihre finanzielle Situation besser in den Griff. Selbst kleine Einsparungen können auf lange Sicht einen großen Unterschied machen. Und die Ausgaben, auf die Sie während dieser 40 Tage problemlos verzichtet haben? Vielleicht sind diese nach Ihrer „Fastenzeit” auch nicht mehr notwendig?

Wenn Sie das gesparte Geld klug einsetzen, gewinnen Sie sogar doppelt. Sie können investieren, um Ihr Geld zu vermehren, aber das birgt Risiken und Unsicherheiten. Die Rendite von Sparanlagen ist in der Regel etwas geringer, dafür bieten sie aber Seelenfrieden und Sicherheit. Wer klug vorgeht, kann übrigens auch mit Sparanlagen einen guten Ertrag erzielen. Kluges Sparen bedeutet: (1) klare Sparziele setzen, (2) einen SMART-Sparplan erstellen und (3) Sparlösungen wählen, die zu Ihren Zielen passen.

Tagesgeld Plus: Ihr Begleiter für eine finanzielle Entschlackungskur

Eine interessante Sparlösung ist beispielsweise Tagesgeld Plus. Die Kombination aus Basiszinssatz und Treueprämie macht es zum idealen Sparkonto für alle, die eine finanzielle Fastenzeit einlegen möchten:

  • Die Treueprämie wird am 31. Dezember ausgezahlt. Je früher im Jahr Sie mit dem Sparen beginnen, desto länger kann die Prämie für Sie arbeiten und desto höher ist Ihre Rendite am Ende des Jahres.
  • Dank des Basiszinssatzes bringt das Geld auf Ihrem Tagesgeld Plus-Konto sofort Rendite, während der Treuebonus Sie dazu anregt, Ihre Ersparnisse bis zum Jahresende auf dem Konto zu lassen. So bauen Sie finanzielle Disziplin auf.
  • Nicht jeder möchte seine Ersparnisse fest anlegen, schon gar nicht für einen längeren Zeitraum. Mit Tagesgeld Plus sparen Sie in aller Freiheit: Wenn Sie Ihr Geld brauchen, können Sie es jederzeit abheben.

Entdecken Sie Tagesgeld Plus

* Quelle: Studie von Opinium Research im Auftrag von CRIF (2025)

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